05.01.2009
HSH Geschäfte im Steuerparadies
Die Landesbank, mehrheitlich im Besitz von Hamburg und Schleswig-Holstein, ist mit mehr als 160 Tochterunternehmen und Beteiligungen in allen Kontinenten bis auf Australien engagiert.Allein auf den karibischen Cayman Islands, die für ihre günstigen Steuersätze bekannt sind, ist die HSH Nordbank mit 20 Firmen vertreten, die Spekulanten offenbar steuergünstig hohe Renditen sichern sollten. Außerdem unterhält die Bank dort eine eigene Niederlassung.Auch auf den Marshallinseln im Pazifik, einem anderen Steuerparadies, sind die Landesbanker vertreten. Tochterunternehmen mit so klingenden Namen wie "Permira Europe III Limited" oder "Alchemy Plan (HLB) LP" finden sich auch auf den für ihre günstigen Steuersätze bekannten Kanalinseln Jersey und Guernsey, den Bermudas sowie in Luxemburg.
Scharfe Kritik an der Geschäftspraxis des Kreditinstituts, das eigentlich für die Förderung der regionalen Wirtschaft zuständig ist, kommt von dem renommierten Banken-Experten Prof. Wolfgang Gerke. "Eine derart hohe Zahl von Tochterunternehmen und Beteiligungen ist nicht normal für eine Landesbank".
19.02.2009
"Nachdem der Bund es uns schriftlich gegeben hat, dass er nicht bereit ist, bei der Bank einzusteigen, ist unsere Einschätzung klar", sagte der Fraktionsvorsitzende Jens Kerstan nach dem Treffen. Die grün-alternativen Abgeordneten seien sich einig gewesen, dass die Rettung der Bank nun durch die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein erfolgen müsse. Eine Insolvenz des Kreditinstituts käme die öffentlichen Haushalte noch teurer. Die GAL möchte allerdings die Option offenhalten, dass der Rettungsfonds SoFFin zu einem späteren Zeitpunkt einsteigt. Das wäre nach der Sanierung der HSH Nordbank möglich.
06.03.2009
Das Kreditinstitut könne die bereits zugesagten Liquiditätsgarantien in Höhe von bis zu 30 Milliarden Euro voll ausschöpfen, sobald auch die Anteilseigner sowie die Länderparlamente in Hamburg und Schleswig Holstein der Umsetzung des Konzepts zugestimmt haben, teilte die HSH Nordbank am Sonnabend unter Berufung auf den SoFFin mit. Die Entscheidung der Länderparlamente und der Anteilseigner wird in den nächsten Wochen erwartet.
23.03.2009
HSH bittet um Liquiditätsgarantien
Die angeschlagene HSH Nordbank hat am Dienstag den Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) darum gebeten, vorgezogene Liquiditätsgarantien in Höhe von 10 Milliarden Euro bereitzustellen. Das geht aus einem Brief der Bank an den SoFFin hervor, der der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX vorliegt. Hintergrund ist ein mögliches Einschreiten der EU Kommission gegen eine geplante Ausschüttung von 200 Millionen Euro an die Halter von Einlagen der HSH Nordbank. In der Folge werde der Abzug der Einlagen befürchtet, was die Liquiditätslage der Bank empfindlich schwächen und ihre Existenz bedrohen könnte, hieß es weiter.
Die EU Kommission werde der Ausschüttung voraussichtlich nicht zustimmen, hieß es in dem Brief weiter. Hamburgs Finanzsenator Michael Freytag (CDU) bestätigte bei einer Sitzung des Haushaltsausschusses der Bürgerschaft, ihm sei zu Ohren gekommen, dass die EU-Kommission rechtliche Bedenken gegen die Auszahlung habe.
24.03.2009
Antrag des Senats
Der Vorsitzende des Ausschusses, Herr Ralf Niedmers (CDU), bittet die Mitglieder sowie die ständigen Vertreterinnen und Vertreter, an dieser Sitzung teilzunehmen. Er arbeitet als Immobilienökonom und ist aktuell Geschäftsführer der » PMC Immobilienmanagement GmbH, davor war der "saubere" Herr Geschäftsführer der HSH N Projektmanagement und Consult GmbH! In dieser Funktion vermarktet er hauptsächlich Grundstücke aus dem Immobilienbesitz der Freien- und Hansestadt Hamburg. Nach bekannt wurde, dass Herr Niedmers sein gutes Auskommen der HSH und dem Freundeskreis Freytag verdankt, trat er vom Vorsitz zurück.
01.04.2009
Hamburger Bürgerschaft stimmt der Rettung der HSH-Nordbank - aufgrund des Gutachtens der KPMG und "kompetenter" Gutachter.
Einblick in Geschäftsunterlagen hat niemand.
03.04.2009
Heute stimmte der gut informierte SH Landtag mit seinen fundierten Erkenntnissen zum HSH Desaster über die einzigartige Verschuldung der Länder ab!
Wie erwartet ist das 1. Rettungspaket am 03.04.2009 von Schwarz-Rot Kiel glatt durch gewunken worden. Wir freuen uns auf die sicherlich bald zu erwartende Bilanz und eine erneute Debatte zum Thema: "Das war ja nicht voraus zu sehen!" Während nördliche "Spitzenpolitiker" sich auf Gutachten von KPMG blind verlassen, ja noch nicht mal einen Blick darauf werfen (dürfen) haben andere Städte Ihre Konsequenzen gezogen, nachdem KPMG ein "alles OK!, Thumbs up!" zugunsten eines gewissen Herrn Madoff gab.
08.04.2009
Der Hamburger Senat
räumt ein das es bereits im September 2008 "Vorgriff" auf HSH Dividendenausschüttungen der HGV in Höhe von 7 Mio. Euro gegeben habe! Bisher haben sowohl die Bank als auch der Hamburger Senat (z.B. von Beust, Freytag) dieses nicht nur bestritten, sondern im Fall des Senats auch behauptet nichts von Ausschüttungen an Inhaber "Stiller Einlagen" gewusst zu haben (oder das Sie selbst eine halbe Milliarde stiller Einlagen bei der HGV lagern).
13.04.2009
HSH-Desaster bedroht Deka-Chef Waas
"Man muss sich fragen, ob Waas beim Aufbau des Wertpapierportfolios die nötige Vorsicht hat walten lassen", sagte ein Beteiligter. Die HSH Nordbank steckt nach Milliardeninvestitionen in inzwischen fast wertlose Geldanlagen in lebensbedrohlichen Problemen.
Neben Waas stehen der ehemalige Risikovorstand Hartmut Strauß sowie die früheren Vorstandschefs Alexander Stuhlmann und Hans Berger im Mittelpunkt der Prüfungen. Erst kürzlich haben Hamburg und Schleswig-Holstein der Bank insgesamt 3 Mrd. Euro frisches Kapital und Kreditgarantien über 10 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt und ihre Länderhaushalte dadurch extrem belastet. Zuvor hatte die Bank für das Jahr 2008 einen Verlust von 2,8 Mrd. Euro gemeldet.
18.04.2009
HSH verdächtigt Vorstand Frank Roth des Geheimnisverrats
Als hätte sie mit Bankenkrise, vergrätzten Kunden, Eigentümern und Politikern nicht schon genug Ärger, muss die HSH Nordbank sich jetzt auch noch intern gegen Widersacher zur Wehr setzen. Am Freitag erstattete der Vorstand gegen sein eigenes Mitglied Frank Roth bei der Staatsanwaltschaft Kiel Strafanzeige wegen des Verdachts des Geheimnisverrats. Hausverbot hat der 49 Jahre alte Roth schon seit Mittwoch, als der Aufsichtsrat eine weitere Zusammenarbeit öffentlich "unzumutbar" nannte.
02.05.2009
Sex-Skandal bei HSH Nordbank
Bei der HSH Nordbank gibt es offenbar einen Sex-Skandal um die New Yorker Niederlassung. Ein ehemaliger Manager hat nach Informationen des "Spiegels" die Bank verklagt, weil er entlassen wurde, nachdem er sich über die Zustände in der Filiale beschwert hatte. Laut der Anklageschrift soll die New Yorker Niederlassung der Nordbank so vollständig durchdrungen von Affären und sexuellen Gefälligkeiten gewesen sein, dass weibliche Angestellte das Büro angeblich als ,Bordell? bezeichnen und darüber spotten, welche Sex-Praktiken zu welchen Vorteilen am Arbeitsplatz führen.
Unter Punkt 97 der Klageschrift ist die E-Mail einer HSH-Mitarbeiterin zitiert, die den rasanten Aufstieg einer Kollegin so kommentiert: "Ich denke, wenn ich einem Einzelbüro mit Laptop sitzen will, sollte ich ein paar Blow-Jobs spendieren".
06.05.2009
Ratingagentur stuft HSH Nordbank herab
Bereits am 05.05.2009 hat die Agentur Standard & Poor's (S&P) fünf Landesbanken teils deutlich herabgestuft. So sank das Rating der HSH Nordbank um zwei Stufen von "A" auf "BBB+". Die Institute stünden trotz staatlicher Hilfen vor großen Herausforderungen wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise, teilte S&P dazu mit. Der sogenannte Ratingausblick wurde auf "negativ" gesetzt, was eine weitere Herabstufung in den nächsten Monaten bedeuten könnte.
20.05.2009
Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gegen Bareinlagen (aus der 13 Mrd. Steuerzahler Rettung)
Aktionäre stimmen HSH-Rettungsplan zu - nach neun Stunden! Wärend der schwierigen Verhandlungen hält unser Finanzsenator und HSH Aufsichtsrat, damit wichtigster Vertreter des HSH Anteilseigners Freie und Hansestadt Hamburg lieber "preiset die Partei" Reden neben Frau Merkel am Gänsemarkt! Man muß schon seine Präferenzen sortieren, Herr Freytag.
27.05.2009
Freshfields berät HSH Nordbank
Die HSH Nordbank AG hat am 20. Mai 2009 auf einer außerordentlichen Hauptversammlung eine Kapitalerhöhung um 3 Milliarden Euro mit Bezugsrecht der Aktionäre beschlossen. Der Beschluss wurde nach intensiven Verhandlungen der Anteilseigner einstimmig bei 100-prozentiger Präsenz des Grundkapitals gefasst. Freshfields Bruckhaus Deringer hat die HSH Nordbank bei der Kapitalerhöhung umfassend beraten.
Erst im Laufe der außerordentlichen Hauptversammlung am 20. Mai 2009 hatten sich die Anteilseigner auf einen Bezugspreis von 19 Euro für die neuen Stammaktien geeinigt. Die HSH Nordbank ist bislang zu je etwa 30 Prozent im Besitz der Freien und Hansestadt Hamburg und des Landes Schleswig-Holstein, die restlichen 40 Prozent halten der schleswig-holsteinische Sparkassen- und Giroverband, die Schleswig-Holsteinische Sparkassen Vermögensverwaltungs- und Beteiligungs GmbH & Co. KG sowie neun Trusts, die von dem US-Investor J.C. Flowers beraten werden. Sofern die Sparkassen-Verbände und die Flowers-Trusts sich nicht an der Kapitalerhöhung beteiligen, werden die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein künftig etwa 85 Prozent an der HSH halten.
Freshfields berät die HSH Nordbank im Rahmen der Rekapitalisierung außer bei der Kapitalerhöhung auch zu einer Risikoabschirmung über 10 Milliarden Euro durch die gemeinsame Anstalt der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein und begleitet die beihlife- und fusionskontrollrechtlichen Maßnahmen. Die Rekapitalisierung muss noch durch die EU-Kommission und die Kartellbehörden freigegeben werden.
08.06.2009
Bedeutendste Auslandsbanken am Standort Luxemburg
Die HSH Nordbank Securities S.A., eine 100%-ige Tochter der HSH Nordbank AG, avancierte mit einer Bilanzsumme von über 21 Mrd. Euro (31. März 2006) im ersten Jahr ihres Bestehens zu einer der bedeutendsten Auslandsbanken am Standort Luxemburg. Die HSH Nordbank Securities verantwortet als innovatives Spezialinstitut die Eigenanlagen des HSH Nordbank-Konzerns in Kreditderivaten, Anleihen und strukturierten Wertpapieren (Credit Investments).
Die HSH Nordbank Securities S.A., eine 100%-ige Tochter der HSH Nordbank AG, avancierte mit einer Bilanzsumme von über 21 Mrd. Euro (31. März 2006) im ersten Jahr ihres Bestehens zu einer der bedeutendsten Auslandsbanken am Standort Luxemburg. Die HSH Nordbank Securities verantwortet als innovatives Spezialinstitut die Eigenanlagen des HSH Nordbank-Konzerns in Kreditderivaten, Anleihen und strukturierten Wertpapieren (Credit Investments).
„Die Bilanzsumme der HSH Nordbank Securities hat sich durch den erfolgreichen Transfer des Credit Investments-Porfolios der HSH Nordbank fast verdreifacht. Gleichzeitig konnten in Luxemburg erhebliche Ertragszuwächse erzielt werden“, kommentierte Rainer Helms, Sprecher der Geschäftsleitung der HSH Nordbank Securities. „Durch die Konzentration der Credit Investments-Aktivitäten am Standort Luxemburg haben wir die Effizienz unserer Prozesse signifikant steigern können. Dies ist ein wichtiger Erfolgsfaktor, um nachhaltig in diesem dynamischen und umkämpften Markt wettbewerbsfähig zu sein.“
Im Juni 2005 hatte die HSH Nordbank ihre Geschäftsaktivitäten am Standort Luxemburg neu geordnet und in diesem Zuge die HSH Nordbank Securities gegründet. Innerhalb von nur sechs Monaten wurde der Transfer von Assets und Kreditderivaten mit einem Volumen von rund 18 Mrd. Euro aus anderen Konzerneinheiten der HSH Nordbank zur HSH Nordbank Securities abgeschlossen. Die Neuausrichtung war mit tief greifenden Änderungen des Aufgabenspektrums und der Prozesse verbunden. Die Geschäftsaktivitäten der HSH Nordbank Securities sind nun fast ausschließlich auf Kreditderivate und strukturierte Wertpapiere fokussiert, im Gegensatz zur früheren Ausrichtung, die ihren Schwerpunkt im Private Banking und Kreditgeschäft hatte. Das internationale Private Banking ist nunmehr in der HSH Nordbank Private Banking S.A. und das Kreditgeschäft in der HSH Nordbank-Niederlassung, beide am Standort Luxemburg, konzentriert. Entsprechend haben insbesondere umfangreiche Investitionen in Personal und IT die Transformation begleitet. Die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bildete hier im letzten Jahr einen wichtigen Schwerpunkt und wird auch im laufenden Jahr intensiv fortgeführt. Zwölf Schlüsselpositionen in verschiedenen Bereichen wurden 2005 zusätzlich geschaffen. Weitere fünf Spezialistenstellen sollen im Jahresverlauf 2006 besetzt werden. Zum Zeitpunkt der Gründung (1. Mai 2005) belief sich der Personalbestand auf 104 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bis zum Jahresende 2006 wird sich dieser voraussichtlich auf über 130 erhöhen.
Die in der HSH Nordbank Securities geschaffene zentrale Wertpapierabwicklung ermöglicht ein effizientes Prozessmanagement und eine Spezialisierung der IT, die an die hohen Anforderungen der Credit Investments angepasst ist. Das Treasury der HSH Nordbank Securities nutzt moderne Kapitalmarktinstrumente zur Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisikosteuerung. Die Verbreiterung der Refinanzierungsbasis durch den verstärkten Einsatz besicherten Fundings über Repo-Geschäfte oder verbriefungsähnliche Finanzierungsstrukturen spielt hierbei eine zentrale Rolle. Damit stellt das Treasury die Refinanzierung der Eigenanlagen sicher und begrenzt das Kostenrisiko der Finanzierung. Insgesamt waren zum Ende des 1. Quartals 2006 Assets im Volumen von rund 8,3 Mrd. Euro über diese Instrumente refinanziert; bis Jahresende soll das Volumen um etwa 2,5 Mrd. Euro erhöht werden.
Im Rahmen des globalen Investment-Ansatzes sind Investmentberater in Kiel, London, Kopenhagen, Singapur und New York für die HSH Nordbank Securities tätig. Zur Verbesserung der Vernetzung mit dem Finanzplatz London hat die HSH Nordbank Securities dort eine Repräsentanz eröffnet. Damit kann sie noch schneller auf neue Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten reagieren.
24.06.2009
PUA Hamburg
Thilo Kleinbauer (38) ist der Obmann der CDU im PUA. Dem Diplomkaufmann und Banker kommt die Rolle des Verteidigers von Finanzsenator Michael Freytag (CDU) zu. Sein Credo "Zuerst die Fakten klären, bevor man zu Schlussfolgerungen kommt - nicht umgekehrt!"
Der größte Finanzskandal in der Geschichte Hamburgs - heute tritt erstmals der Parlamentarische Untersuchungsausschuss (PUA) zusammen, der den Weg der HSH-Nordbank in den Milliarden-Abgrund nachzeichnen soll.
Thilo Kleinbauer (CDU Obmann), Angestellter der ehemaligen Privat Bank des CDU Schatzmeisters Harald Boberg, der M. M. Warburg ist. Die "Privat Bank und Hapag Lloyd Investor" kommt anscheinend öfter zum Einsatz wenn die HGV Deals des Senats für die HSH politisch oder juristisch zu heikel sind. Hapag Lloyd Deals, Nord LB - Deutsche Hypo, Vitanas - Pflegen und Wohnen Verkauf, HHLA, Beiersdorf Deal und natürlich die kompetente Begleitung des Ausverkaufs der Stadt durch die Alstria Office REIT AG.
Ob die Privat Bank mit den guten HSH Kontakten nun auch die HSH Verantwortlichen rettet?
29.06.2009
Rettet die Politiker!
Außerdem will die Bank mit dem Rückzug aller politischen Vertreter aus dem Aufsichtsrat einen Neuanfang machen. Der Hamburger Finanzsenator Michael Freytag (CDU) sowie die beiden Kieler Minister Rainer Wiegard (CDU) und Lothar Hay (SPD) verlassen das Gremium.
Auch der New Yorker Investor Christopher Flowers soll dem Aufsichtsrat nicht mehr angehören, dafür einige frühere Konzernchefs aus Hamburg wie Bernd Wrede (Hapag-Lloyd), Joachim Lemppenau (Volksfürsorge) und der Allianz-Manager Detlev Bremkamp, außerdem das frühere Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, Hans Reckers. Finanzsenator Freytag wird ersetzt duch den weisungsgebundenen Staatssekretär der Finanzbehörde Hamburg Rainer Klemmt-Nissen (zuständig für öffentliche Unternehmen/HGV), Finanzminister Wiegard durch Lutz Koopmann Vorstand der Schleswig-Holstein Beteiligung SH Investitionsbank (Anstalt des öffentlichen Rechts)! Die Arbeitnehmerseite hat ihre Vertreter bereits bestimmt. Der neue Aufsichtsrat soll auf einer Hauptversammlung bereits an diesem Mittwoch neu gewählt werden.
* Gremium ausgewiesener Fachleute für den Neuanfang
* Vorstandschef Nonnenmacher soll HSH Nordbank langfristig führen
08.07.2009
CDU lehnt HSH Sonderprüfung ab
Am 9. Juli 2009 hat die Bürgerschaft mit den Stimmen der Abgeordneten der CDU- Fraktion und bei Enthaltung der Abgeordneten der GAL-Fraktion einen Antrag abgelehnt, der ein Ersuchen an den Senat zum Gegenstand hatte, bei der HSH Nordbank eine Sonderprüfung durch einen unabhängigen Sonderprüfer nach dem Aktiengesetz durchzusetzen.
Der Senat wird ersucht, als Vertreter der Freien und Hansestadt Hamburg unverzüglich eine Sonderprüfung nach § 142 des Aktiengesetzes bei der HSH Nordbank AG zu veranlassen, die deren Geschäftstätigkeit im Kreditersatzgeschäft sowie im internatio-nalen Immobiliengeschäft in den Jahren 2004 bis 2008 und das damit im Zusammen-hang stehende Risikomanagement untersucht. Hierzu ist ein unabhängiger Sonder-prüfer zu benennen, der nicht in die bisherigen Geschäfte der HSH Nordbank oder deren Begleitung als Wirtschaftsprüfer oder Berater verwickelt ist.
09.07.2009
Millionenzahlungen für Nonnenmacher
Trotz Konzernkrise und Staatshilfen bekommt der Vorstandsvorsitzende der HSH Nordbank Einmalzahlungen in Millionenhöhe. Die Boni für Dirk Jens Nonnenmacher seien bereits 2008 vereinbart worden, teilte der Aufsichtsrat mit.
10.07.2009
Wofür hat man die Badbank Steuerzahler?
HSH Real Estate AG Hamburg
Mitteilung gemäß § 20 Abs. 1, Abs 4 AktG
Das Land Schleswig-Holstein mit Sitz in Kiel, Deutschland, hat uns mit Telefaxschreiben vom 10.07.2009 mitgeteilt, dass gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 4 AktG in Verbindung mit § 16 Abs. 4 AktG dem Land Schleswig-Holstein mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien an unserer Gesellschaft und eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft gehören.
HSH Real Estate AG Hamburg
Mitteilung gemäß § 20 Abs. 1, Abs 4 AktG
Die Freie und Hansestadt Hamburg mit Sitz in Hamburg, Deutschland, hat uns mit Telefaxschreiben vom 09.07.2009 mitgeteilt, dass gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 4 AktG in Verbindung mit § 16 Abs. 4 AktG der Freien und Hansestadt Hamburg mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien an unserer Gesellschaft und eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft gehören. Die Aktien unserer Gesellschaft sind der Freien und Hansestadt Hamburg gemäß § 16 Abs. 4 AktG über die folgenden Tochterunternehmen zuzurechnen:
HSH Finanzfonds AöR (mit der Freien und Hansestadt Hamburg paritätisch gehaltenes Tochterunternehmen; Mutterunternehmen der HSH Nordbank AG)
13.07.2009
Millionenklage gegen HSH und Sal. Oppenheim
HSH Nordbank und Sal. Oppenheim müssen sich vor dem Landgericht Hamburg verteidigen: Der Essener Insolvenzverwalter Bernd Depping verklagt beide Institute wegen "vorsätzlich sittenwidriger Schädigung" auf Schadensersatz von fast 424 Mio. Euro. Laut Klageschrift, die der "Wirtschaftswoche" vorliegt, wirft er ihnen vor, zielgerichtet die Insolvenz der Beteiligungsgesellschaft Sirius herbeigeführt zu haben.
15.07.2009
Mit der heutigen Emission hat die HSH Nordbank aktuell 17 Milliarden Euro ihres vom SoFFin bereitgestellten Bürgschaftsrahmens in Höhe von 30 Milliarden Euro in Anspruch genommen. Davon sind Anleihen im Volumen 9 Milliarden Euro mit mehrjährigen Laufzeiten öffentlich platziert und 8 Milliarden Euro mit Laufzeiten im unterjährigen Bereich bei der Europäischen Zentralbank hinterlegt.
19.07.2009
Millionenzahlung auch an Frank Roth
Die angeschlagene HSH Nordbank hat nach einem Medienbericht neben der umstrittenen Sonderzahlungen für Bankenchef Dirk Jens Nonnenmacher auch einem weiteren Spitzenmanager einen Extra-Zuschlag genehmigt. Nach Informationen des "Focus" seien dem mittlerweile entlassenen Manager Frank Roth etwa eine Million Euro bewilligt worde, die bisher noch nicht komplett geflossen sei. Der Betrag an Roth sei in mehrere Raten gestückelt worden: 2007 seien es 400.000 Euro gewesen und ein Jahr später 200.000 Euro. Damals sei Roth als Generalbevollmächtigter in den Vorstand aufgerückt.
Eine vorerst letzte Zahlung von 400.000 Euro wurde nach "Focus"-Informationen auf Anweisung von Bankchef Nonnenmacher zurückgehalten, weil Schadenersatzansprüche an Roth geprüft werden. Die Beträge sollten entgangene Einnahmen aus einem früheren Arbeitsverhältnis Roths ausgleichen sowie dessen Altersvorsorge aufstocken.
20.07.2009
HSH goes Privat - oder neue Banker Boni Systeme?
Ex HSH Banker Dr. Spyros Chaveles übernimmt die Tochterfirma HSH Private Equity samt HSH Personal sowie Beteiligungen und wird "Privat" Investor!
Die CAPCELLENCE Private Equity (vormals HSH Private Equity) ist ein in Hamburg ansässiger, unabhängiger und langfristig orientierter Investor.
Einbindung des Know-hows von Industrieexperten als Beiräte und darüber hinaus - bei Bedarf - kontinuierliche Begleitung durch die HSH Nordbank Gruppe auch nach Beendigung des Beteiligungsengagements Cornerstone Investor von CAPCELLENCE ist die HSH Nordbank AG. CAPCELLENCE hat aktuell ca. € 150 Mio. under Management.
31.07.2009
Zulassungsbeschluss
Es ist beschlossen worden 300 Mio. Euro an der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg zum Regulierten Markt zuzulassen. (Anmerkung von HSH-Transparenz: Natürlich kurz vor der Halbjahres Bilanz der HSH)
12.08.2009
100.000 Euro für Mitarbeiter, die bleiben sollen!
Bonus für jeden siebten Angestellten möglich. SPD-Chef Neumann nennt Bankvorstand Nonnenmacher "asozial".
Bis 2012 soll die Mitarbeiterzahl von 4300 auf etwa 3200 reduziert werden. Gut 500 Angestellte haben bereits gegen eine Abfindung die Bank verlassen. Gezahlt werden bis zu 200 000 Euro, im Schnitt sind es bislang etwa 65 000 Euro. Ein großzügiges Angebot, das offenbar auch Mitarbeiter reizt, die für die Neuausrichtung als wichtig eingestuft werden. "Um diesem erheblichen Risiko entgegenzuwirken, hat die Bank ein Programm entwickelt mit dem Ziel, Mitarbeiter an das Haus zu binden", sagte HSH-Sprecher Rune Hoffmann. Die Höhe dieser "Bleibeprämie" betrage maximal die Hälfte der möglichen Abfindung, also bis zu 100 000 Euro.
17.08.2009
Dubiose Berater vertreten Länder-Interessen
Bei der Firma SAM arbeiten die Manager für Hamburg, die die ostdeutsche Landesbank zugrundegerichtet haben.Demnach lassen sich Hamburg und Schleswig-Holstein schon seit Anfang April von SAM beraten. Zunächst ging es um den Vertrag über die Zehn-Milliarden-Euro-Garantie für die Bank. Als der unterschrieben war, wurde der Auftrag am 22. Juni ausgedehnt. Seitdem übernimmt SAM einen Großteil der inhaltlichen Arbeit der HSH Finanzfonds AöR, jener Anstalt öffentlichen Rechts, die nicht nur die Garantie verwaltet und überwacht, sondern auch die drei Milliarden Euro, die die Länder in die Bank gepumpt haben. Praktischerweise sitzen zwei SAM-Leute - ein Dritter stößt bald dazu - schon mit im Büro der öffentlichen Anstalt am Besenbinderhof.Eine Ausschreibung habe es nicht gegeben.
07.09.2009
Nordbank gibt Fehler beim Risikomanagement zu
Der Chefjustiziar Gößmann spricht vor dem Untersuchungsausschuss in Kiel von Organisationsschwächen: Fehlentwicklungen hätte man früher erkennen müssen, das Risikobewusstsein sei nicht ausgeprägt gewesen. Die ehemalige Ministerpräsidentin Heide Simonis aber hat ihre Teilnahme am Ausschuss kurzfristig abgesagt.
23.09.2009
Interne Versprechungen
"Die uns zur Verfügung stehende Liquidität reservieren wir für unsere besten Kunden", versprach HSH-Chef Dirk Jens Nonnenmacher 25 ausgewählten Reedern auf einer internen Veranstaltung der Bank in Hamburg im Mai dieses Jahres. Allein in diesem Jahr wird die Bank demnach 3,5 Milliarden Euro für Schiffe überweisen, die derzeit in internationalen Werften errichtet werden.
25.09.2009
45 Millionen US-Dollar an Goldman Sachs
Die umstrittene Zahlung von 45 Millionen US-Dollar an die amerikanische Bank Goldman Sachs Co, die der Vorstand der HSH Nordbank ohne zwingende Rechtsgrundlage veranlasst hat, beschäftigt nun die Staatsanwaltschaft. Nonnenmacher hatte den Aufsichtsrat nicht informiert.
Goldman Sachs ist einer der Investoren der J.C. Flowers & Co. LLC
Nach dem Abschluss seines Studiums in angewandter Mathematik in Harvard heuerte Flowers mit 21 bei der Investmentbank Goldman Sachs an. Mit 28 stieg er zum Chef der M&A-Abteilung auf - und wurde mit 31 der jüngste Partner in der Geschichte der Investmentbank.
Verbindungen zur Politik haben bei Goldman Sachs Tradition – dafür sorgt das unternehmens-interne Netzwerk rund um den Globus, auf das Dibelius wie die weltweit insgesamt 320 Partner Zugriff hat. Wenn nötig, ist jeder erreichbar, selbst zu Nachtzeiten oder im Ferienhaus. In Europa stehen die beiden ehemaligen EU-Kommissare Mario Monti und Karel van Miert als Berater auf der Gehaltsliste, der frühere EU-Kommissar Peter Sutherland arbeitet als Chairman von Goldman Sachs International und in gleicher Funktion beim Energiekonzern BP. Zudem ist er Mitglied im Internationalen Beraterkreis der Allianz. Ex-Bundeswirtschaftsminister Hans Friderichs ist Aufsichtsratschef von Goldman Sachs Investment Management.
Die Liste ehemaliger und aktueller Kunden liest sich wie ein „Who Is Who“ der heimischen Wirtschaft: Deutsche Telekom, Hypovereinsbank, Siemens, Eon, RWE, Puma, Henkel, Deutsche Börse. Selbst bei der Übernahmeschlacht von Vodafone um Mannesmann, ein Deal mit dem Rekordvolumen von 205 Milliarden Euro, war Dibelius dabei.
Alexander Dibelius nahm schon früh Kontakt zu CDU-Parteichefin Angela Merkel auf, lange vor ihrer Nominierung als Kanzlerkandidatin. Für die Politikerin arrangierte er mehrere Dinner mit Unternehmenschefs, damit sie besser und schneller mit Personen aus der Wirtschaft ins Gespräch kam. Immer wieder steht er der Kanzlerin bei Fragen zur Verfügung.
13.10.2009
NordLB suspendiert Ex-HSH-Manager
Im Zusammenhang mit einem verlustreichen Milliardengeschäft der finanziell schwer angeschlagenen HSH-Nordbank hat die NordLB einen Manager beurlaubt (Obwohl die Vorstände der HSH die Transaktion initiierten). Luis Marti-Sanchez sei in das Geschäft mit dem Namen Omega der HSH mit der französischen BNP Paribas verstrickt, meldete die Online-Ausgabe des «Manager Magazins» am Dienstag. Marti-Sanchez sei «mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden worden», bestätigte ein Sprecher der NordLB den Bericht auf ddp-Anfrage. Gründe für die Beurlaubung wollte der Sprecher nicht nennen.
Dabei sei das Geld offenbar "an der Bank vorbei" auf Konten einer im Jahr 2006 gegründeten Scheinfirma auf den Kanalinseln geschleust worden. Wohin und zu welchen Zwecken das Geld wieder abgeflossen ist, sei noch unklar. Der Verdächtigte ist nicht mehr Mitarbeiter der HSH. Im Zusammenhang mit dem Kauf von faulen Wertpapieren 2007 habe er die Bank später verlassen, hieß es in den Finanzkreisen.
20.10.2009
Keine Pflichtverstöße von Nonnenmacher
Die Rechtsanwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer, die im Auftrag der HSH Nordbank die Entscheidungen des bisherigen Vorstands überprüft, hat keine Pflichtverstöße des ehemaligen Finanzvorstands und jetzigen Vorstandsvorsitzenden Dirk Jens Nonnenmacher festgestellt. Der Aufsichtsratsvorsitzende Hilmar Kopper teilte am Dienstag in Hamburg mit, das Kontrollgremium spreche Nonnenmacher deshalb erneut das volle Vertrauen aus. Angesichts der zunehmenden Angriffe auf Nonnenmacher sei es im Interesse der Bank geboten gewesen, die kolportierten Zweifel an der korrekten Geschäftsführung auszuräumen, erklärte Kopper. Wenige Tage bevor die Kanzlei einen Zwischenbericht zu ihren Befunden vorlegen soll, habe er sie deshalb vorab zur Verantwortung Nonnenmachers befragt.
Vor wenigen Tagen hatte die Hamburger Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Nonnenmacher und sieben weitere ehemalige und jetzige Mitarbeiter der Landesbank wegen Verdachts der Untreue aufgenommen. Unter Berufung auf die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hatte der Aufsichtsrat Nonnenmacher in der vergangenen Woche ein erstes Mal das Vertrauen ausgesprochen.
Seltsamerweise verlieren FBD und Kopper kein Wort zu dem nachgewiesenen Vorwurf, die HSH-Nordbank habe die Bankenaufsicht "Bafin" überhaupt nicht über "Omega" informiert.
23.10.2009
Ex-Manager Kiser verklagt HSH auf 47,5 Millionen Euro
Neuer Ärger für die HSH Nordbank: Der vor kurzem gefeuerte New Yorker Filialleiter wehrt sich mit einer Klage und fordert 47,5 Millionen Euro Schadenersatz. Ein entsprechendes Dokument liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Darin behauptet der ehemalige Mitarbeiter der Bank, seine Entlassung sei ein politisches Manöver im Zusammenhang mit der schleswig-holsteinischen Landtagswahl. Damit habe Bankchef Dirk Jens Nonnenmacher von eigenen und von Problemen der Bank ablenken wollen. Der ehemalige Filialleiter war entlassen worden, nachdem ehemalige Mitarbeiter der New Yorker Niederlassung gegen ihren Chef Sex- und Mobbing-Vorwürfen erhoben und das Kreditinstitut auf Schadenersatz verklagt hatten.
29.10.2009
Anfangsverdacht erhärtet sich - EU-Kommission bezweifelt Vermögenswerte
Die Ermittlungen gingen über den Untreue-Vorwurf hinaus: "Man muss hier auch immer prüfen, ob nicht möglicherweise Bilanzfälschung, also unrichtige Darstellungen im Sinne des Handelsgesetzbuches vorliegen." Die Untersuchungen richten sich auch gegen den derzeitigen Vorstandsvorsitzenden Dirk Jens Nonnenmacher. Die Ermittler haben Hinweise darauf, dass bei der HSH Nordbank "ein problematisches Risikomanagement vorlag und besonders fragwürdige, höchst verlustreiche Bankgeschäfte getätigt worden sein könnten", so Oberstaatsanwalt Möllers.
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